Am Samstag dem 25. März 2012 führten im Rahmen der Einsatzpartnerschaft Zossen die Führungskräfte der Löschzüge Zossen und Wünsdorf erstmals gemeinsam mit den Organisatorischen Leitern Rettungsdienst, des DRK Kreisverbandes Fläming Spreewald, einen Ausbildungstag durch. Auch einer der leitenden Notärzte des Landkreises nahm an der Veranstaltung teil.
Ziel dieses Tages war es den Führungskräften beider Organisationen den Ablauf von komplexen Einsätzen, aber auch von Massenanfällen Verletzter Personen näher zubringen. Besonderes Augenmerk wurde hierbei auf den Aufbau gemeinsamer Führungsstrukturen gelegt. Organisiert wurde diese Veranstaltung von dem Rettungsdienstbereichsleiter des DRK, Herrn Ronny Beyer.
So fanden sich an diesem Morgen, um 8.00 Uhr, 21 Führungskräfte im Schulungsraum des Löschzuges Wünsdorf ein. Die Themen die von den beiden Dozenten Dennis Hoffmann und Ronny Beyer vermittelt wurden, waren vielfältig. So wurden die Strukturen einer gemeinsamen Technischen Einsatzleitung erläutert. Aber auch das sogenannte Org Leitersystem des Landkreises wurde den Führungskräften näher gebracht. Nicht zuletzt wurden den Lehrgangsteilnehmern auch noch einmal die Algorithmen des Massenanfalls Verletzter in Erinnerung gerufen.
Am Nachmittag stand Fahrzeugkunde auf dem Plan. So stellte man die beiden Einsatzleitwagen des Rettungsdienstes und der Feuerwehr vor. Ziel war es ein besseres Verständnis für den praktischen Aufbau einer gemeinsamen Einsatzleitung zu erlangen. Kennzeichnungen von Führungskräften am Einsatzort wurden vermittelt. Diese sind besonders wichtig um ein schnelles Erkennen von Befehlsgebern am Einsatzort zu gewährleisten.
Während der gesamten Ausbildungsveranstaltung nahm man die Einsatzübung „Herbstfeuer 2011“ der Stadt Zossen zum Vorbild. Die positiven aber auch die negativen Erkenntnisse dieser Großübung flossen in die Veranstaltung mit ein. Aber auch Erfahrungen des Großunfalls am Schönefelder Kreuz im September 2010, an dem auch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes des Landkreises beteiligt waren, spielten eine große Rolle.
Die Stadt Zossen und das DRK erwägen eine engere Zusammenarbeit beim Massenanfall Verletzter. So sollen sogenannte Erstsichtungen von besonders ausgebildeten Feuerwehrleuten in Zukunft eine Rolle spielen. Erste Erfahrungen hierbei machte man bei einem Feldversuch in England. Mit einigem Erfolg. In nächster Zeit soll auch die Polizei in diesem neuen Projekt der Einsatzpartnerschaft mit einbezogen werden.